Aufgaben und Ziele

Der Regionale Steuerungsverbund soll ein Zusammenschluss aller an der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen Beteiligten sein, der die Versorgungsverantwortung im weiteren Sinne für diese Region entsprechend den Vorgaben der Grundsätze der Versorgung von psychisch erkrankten Menschen (Bay. Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen; März 2007) verbindlich übernimmt.

 

Ausgehend von den allgemeinen Grundsätzen der Psychiatriereform

  1. Gleichstellung psychisch Kranker mit somatisch Kranken

  2. Gewährleistung eines ganzheitlichen Ansatzes der Hilfen

  3. Stärkere Gewichtung der ambulanten Angebote gegenüber den stationären Abgeboten entsprechen dem Motte: „soviel ambulant wie möglich und so viel stationär wie nötig“,

setzt sich der Regionale Steuerungsverbund folgende Ziele und Aufgaben:

    • Sicherstellung der fachlichen Koordination und Steuerung,
    • Regionale Berichterstattung über Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin,
    • Durchführung von Präventionsmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit,
    • Unterstützung der Anti-Stigma-Bewegung,
    • Initiierung von regionalen Beschwerdestellen,
    • Anregung von und Mitwirkung bei sozialpolitischen Initiativen,
    • Koordinierungsfunktionen,
    • Ermittlung und Formulierung des regionalen Bedarfs;

Darüber hinaus sollte der Regionale Steuerungsverbund nach Möglichkeit und schrittweise zunehmend auch noch folgende Aufgaben wahrnehmen:

    • Organisation einzelfallbezogener Hilfebedarfsplanung,
    • Bei Bedarf Abstimmung von komplexen personenzentrierten Hilfemaßnahmen im Rahmen des Gesamtplanverfahrens nach § 58 SGB XII (Hilfeplankonferenz) und im Rahmen der §§ 22 ff. SGB IX (Personenkonferenz),
    • Gewährleistung einer koordinierenden Bezugsperson im Bedarfsfall
    • Nutzung einer gemeinsamen, einheitlichen, verbindlichen Dokumentation als Grundlage für die Operationalisierung des individuellen Hilfebedarfs.